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Newsletter #19

ČESKÁ VERZE NEWSLETTERU VIZ NÍŽE

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Leserinnen und Leser!

Als wir Ihnen in unserem letzten Newsletter die Ausstellung „Sounds. Radio – Kunst – Neue Musik“ ankündigten, konnte noch niemand ahnen, auf welch grandiose Resonanz diese Veranstaltung beim Publikum und in der Kritik stoßen würde. Die Frankfurter Allgemeine Zeitung schrieb über die Vernissage: „Bei der Eröffnung – und das ist wohl das Verblüffendste an dieser Ausstellung – herrschte eine derart drangvolle Enge, dass es kaum möglich war, den präsentierten Objekten mehr als nur zerstreute Aufmerksamkeit zu schenken. Dabei hat es diese Schau durchaus in sich. Dem Besucher begegnet karge weiße Leere, die an ein Sanitärareal erinnert. Duschköpfen gleichen die von der Decke herabbaumelnden zylindrischen Metallkörper, aus denen Stimmen und Geräusche dringen, während darunter in den Fußboden eingelassene Kreise den Blick auf sich ziehen und irritierende, fast magische Wirkung entfalten.“

Im Neuen Berliner Kunstverein (n.b.k.) haben Sie nun noch bis zum 28. März die Möglichkeit, die Ausstellung zu besuchen, konzentriert den Arbeiten des deutsch-tschechischen Radioprojektes „rádio d-cz“ zu lauschen und sich in die Radio-Historie der letzten achtzig Jahre einzuhören. Ursula Blocks einzigartiges Archiv zur Geschichte der Neuen Musik und akustischen Kunst ist ebenfalls noch bis zum 28. 3. in den Räumen des n.b.k. präsent. Der Kunstverein ist Dienstag bis Sonntag von 12 bis 18 Uhr und Donnerstag von 12 bis 20 Uhr geöffnet.

Zum Abschluss der Ausstellung steht am 28. März um 19 Uhr eine spektakuläre Performance auf dem Programm: Der 1936 in New York geborene Dichter John Giorno, mittlerweile eine Legende der Beat-Generation, wird live in einem Setting des Künstlers Ugo Rondinone zu hören sein. Vor einer Fotoarbeit Rondinones wird Giorno acht Gedichte zum Vortrag bringen, die im Laufe seiner schillernden Karriere entstanden sind, welche ihn schon in den 1950er Jahren mit Künstlern wie Andy Warhol, Allen Ginsberg, William S. Burroughs, Robert Rauschenberg oder Jasper Johns zusammenbrachte. Giorno, der für seine radikalen Versuche bekannt geworden ist, die Dichtkunst und ihre Performance-Situationen in neue Formen zu bringen, ist bis heute künstlerisch höchst produktiv. Und wo es ihm stets um göttliche Eingebung, politische Agitation und soziale Verantwortung ging und seine grenzüberschreitenden Projekte wie die „Giorno Poetry Systems“ immer auch die verschiedenen Kunstformen miteinander verbanden, darf man auf die Wechselwirkung gespannt sein, in die seine Performance mit der ebenfalls interdisziplinär angelegten Ausstellung im n.b.k. treten wird.

Nähere Informationen dazu entnehmen Sie bitte der Website www.nbk.org.

Der nächste Newsletter, liebe Leserinnen und Leser, wird die zwanzigste – leider letzte – Ausgabe unserer Ankündigungen von Projekten sein, die Zipp in den vergangenen zwei Jahren im deutsch-tschechischen Kulturtransfer ermöglicht, konzipiert und durchgeführt hat. Aber bis zum Abschiednehmen ist noch etwas Zeit. Einstweilen hoffen wir, Sie zu einem Besuch des n.b.k. in den nächsten Tagen oder am 28. März motiviert zu haben.

Ihr Zipp-Team

P.S.: Die nächste Vorstellung von „Vùng biên gió’i – Ein Theaterprojekt mit Experten aus Dresden und Prag“ der Gruppe Rimini Protokoll (Helgard Haug und Daniel Wetzel) findet am 9. April, 19:30 Uhr, im Kleinen Haus 2 des Staatsschauspiels Dresden statt.

 
 

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